Funktion
Kältekreis, Wärmequellen, COP und Jahresarbeitszahl einfach erklärt.
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Wie eine Wärmepumpe funktioniert, welche Systeme es gibt, was Gesetz und Förderung in Österreich verlangen und worauf es beim Nachbarn, beim Service und beim Stromtarif ankommt. Wenn Sie so weit sind, melden sich bis zu drei Fachbetriebe aus Ihrer Region mit einem Angebot.
Eine Wärmepumpe ist eine Heizung, die Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser nutzt und mit Strom auf Heiztemperatur bringt. In Österreich waren Ende 2024 laut Marktstatistik 536.963 Wärmepumpen in Betrieb.
Der Grundgedanke ist einfach: Statt Brennstoff zu verbrennen, verschiebt die Wärmepumpe vorhandene Umweltwärme ins Haus. Der Strom treibt dabei vor allem den Verdichter an. Aus einer Kilowattstunde Strom werden je nach System und Haus drei bis sechs Kilowattstunden Wärme. Wie gut das gelingt, beschreibt die Jahresarbeitszahl.
Seit dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz, das am 29. Februar 2024 in Kraft trat, dürfen in neuen Gebäuden keine Heizungen mehr errichtet werden, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden können. Für bestehende Gebäude gibt es keine Tauschpflicht; hier setzt der Staat auf Förderung. Ziel ist eine dekarbonisierte Wärmeversorgung bis 2040.
Aus der Marktstatistik 2024 und dem Bericht des europäischen Branchenverbands EHPA.
2022 war mit 61.677 verkauften Wärmepumpen ein besonders starkes Jahr. Für 2025 nennt die EHPA einen Rückgang um 17 % gegenüber 2024; als Grund gilt das Auslaufen der Bundesförderung Ende 2024. Gleichzeitig stieg laut EHPA der Absatz von Gas- und Ölkesseln von rund 31.000 auf 35.000 Stück. Eine absolute Absatzzahl für 2025 liegt noch nicht vor.
Die gängigen Bauarten nach Wärmequelle, mit Effizienz-Richtwert und Bundesförderung (Stand Oktober 2026).
| System | Wärmequelle | Jahresarbeitszahl | Bundesförderung |
|---|---|---|---|
| Luft-Wasser | Außenluft | ca. 3 bis 4 | ja, bei Ersatz fossiler Heizung |
| Sole-Wasser (Erdwärme) | Erdreich über Sonde oder Kollektor | Empfehlung mind. 4 | ja, plus Bohrbonus bei neuer Sonde |
| Wasser-Wasser | Grundwasser über Brunnen | bis 6 | ja, plus Bohrbonus bei neuem Brunnen |
| Luft-Luft | Außenluft, Wärme direkt an die Raumluft | ca. 2,5 bis 3,5 (DE-Quelle) | in der Regel nein, keine wassergeführte Verteilung |
| Brauchwasser | Raum-, Außen- oder Abluft, nur Warmwasser | gerätespezifisch | allein nicht gefördert |
Jahresarbeitszahlen: klimaaktiv (Luft-Wasser, Wasser-Wasser), Empfehlung OÖ Energiesparverband (Erdreich), Luft-Luft aus einer deutschen Quelle. Förderung: Infoblatt und FAQ Kesseltausch 2026.
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Wärmepumpe Angebot in Österreichklimaaktiv nennt eine einfache Richtschnur: Eine Wärmepumpe ist geeignet, wenn die nötige Vorlauftemperatur am kältesten Tag 55 °C nicht überschreitet. Das gilt auch für viele ältere Häuser, besonders nach einer Dämmung. Laut Klima- und Energiefonds wurde 2022 über die Hälfte der verkauften Wärmepumpen in bestehende Gebäude eingebaut.
Für Luftwärmepumpen regeln Bauordnung und Gemeinde, was beim Aufstellen zu beachten ist; in Wien etwa ist ein Außengerät laut MA 37 in vielen Fällen bewilligungsfrei. Erdwärmesonden werden nach § 31c Wasserrechtsgesetz grundsätzlich angezeigt, für die Nutzung von Grundwasser ist eine Bewilligung nach § 10 WRG nötig.
Wird eine fossile Heizung ersetzt, gibt es vom Bund in der Neuauflage Kesseltausch € 5.000 Pauschale, außerdem € 5.000 Bohrbonus für neue Sonden oder Brunnen und € 2.500 Solarbonus für thermische Solaranlagen ab 6 m². Registriert wird von 2. November bis 31. Dezember 2026. Die Runde 2027 beginnt am 4. Jänner 2027; dann ist der Antrag vor der Umsetzung zu stellen. Die Länder fördern zusätzlich, jeweils nach eigenen Regeln.
Haus, Heizung und Postleitzahl angeben, egal in welchem Bundesland. Rund zwei Minuten.
Haben Sie zugestimmt, bekommen bis zu drei geeignete Betriebe aus Ihrem Umkreis die Anfrage.
Der Betrieb prüft Heizlast, Wärmequelle, Aufstellort und Elektrik vor Ort.
Sie vergleichen Systeme, Leistungen und Preise und entscheiden selbst.
Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme, etwa der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Ein Kältemittel nimmt diese Wärme auf, ein strombetriebener Verdichter hebt sie auf ein höheres Temperaturniveau, und ein Wärmetauscher gibt sie an das Heizwasser ab. Mehr dazu unter Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Laut Marktstatistik waren Ende 2024 in Österreich 536.963 Wärmepumpen in Betrieb. Im Jahr 2024 wurden im Inland 55.367 Wärmepumpen verkauft, davon 45.872 Heizungs-Wärmepumpen. Für 2025 meldet der europäische Branchenverband EHPA einen Rückgang des österreichischen Absatzes um 17 %.
Einen österreichweit einheitlichen Mindestabstand gibt es nicht. Entscheidend ist, wie viel Schall beim Nachbarn ankommt, und das regeln Bundesländer und Gemeinden unterschiedlich. Details lesen Sie unter Wärmepumpe Abstand zum Nachbarn.
Eine belastbare österreichische Quelle mit einer allgemeinen Lebensdauer haben wir nicht gefunden. Klar ist: Richtige Dimensionierung und regelmäßige Wartung verlängern die Lebensdauer, Überdimensionierung verkürzt sie laut klimaaktiv. Fragen Sie im Angebot nach Garantie und Ersatzteilversorgung.
Ja. Für den Tausch einer fossilen Heizung gibt es vom Bund (Neuauflage Kesseltausch) € 5.000 Pauschale, für neue Sonden oder Brunnen € 5.000 Bohrbonus. Die Registrierung läuft von 2. November bis 31. Dezember 2026 (Stand Oktober 2026). Die Bundesländer fördern zusätzlich nach eigenen Regeln.
Ja, die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich. Wir sind ein Vermittlungsservice und kein Installationsbetrieb. Mit Ihrer Zustimmung geben wir Ihre Angaben an bis zu drei Fachbetriebe aus Ihrer Region weiter.
Ob Wien, Graz, Linz, Salzburg oder Innsbruck: Wir vermitteln Ihre Anfrage an bis zu drei Betriebe in Ihrer Nähe. Kostenlos und unverbindlich.